Die Kümmeltürken machen Theater...

…aber WAS für eins!

Wir können uns glücklich schätzen, seit 1995 eine so starke Theater-Truppe in unseren Reihen zu haben, die es jedes Jahr aufn Neue schafft, den voll besetzten Saal zum Beben zu bringen. So viel Tränen wurden noch nie vergossen: Lachtränen, Freudentränen, Tränen der Ergreifung und der Vorfreude, dass es jedes Jahr ab November wieder los geht!

Die Theater-Gruppe des KCK

Einem echten Kümmeltürken, einem der richtig Freud am Fasching und dem Verkleiden und dem ganzen Drumherum hat, dem ist der Sommer einfach zu lang. Und weil sich wegen dem Aschermittwoch der Fasching nicht verlängern lässt, kamen die Kümmeltürken auf die Idee, einfach früher anzufangen.

Schon im Oktober. Freilich, der offizielle Beginn der fünften Jahreszeit ist erst am 11.11., aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, der Leidenschaft an Verkleidung und Spiel zu frönen.

Der KCK macht, und das schon seit 1995, Theater!

Anfangs präsentierte die Theatergruppe des KCK 3 Aufführungen, dann waren’s vier, jetzt sind’s fünf ( !! ) und alle sind bei bebendem Saal stets ausverkauft. Da müssen Stücke ausgewählt, Rollen vergeben und gelernt und Proben abgehalten werden. Die Kulissen malt von Anfang an Markus Westendorf, die Einrichtung, wie Mobiliar, Autoteile, Regale, Elektrogeräte, Pflanzen und Kleinzeug, wird von findigen Helfern oft auf abenteuerliche Art und Weise besorgt.

1995 1. Ehekrach im Doppelhaus
1996 2. Die gemischte Sauna
1997 3. Der Jubiläums-Zinnober
1998 4. Frauenpower
1999 5. Die Gedächtnislücke
2000 6. Kohle, Moos und Mäuse
2001 7. Ein großer Tag für Schindelbach
2002 8. So viel Krach in einer Nacht
2003 9. Der ledige Bauplatz
2004 10. Ein Amt auf Abwegen
2005 11. Dreistes Stück im Greisenglück
2006 12. Herr im Haus bin ich
2007 13. Unverhofft kommt oft
2008 14. Dem Himmel sei Dank
2009 15. Cola Cash und Kaugummi
2010 16. Oh Gott die Familie
2011 17. Polnische Wirtschaft
2012 18. Nur Zoff mit dem Stoff
2013 19. Grand Malheur
2014 20. Urlaub auf dem Bauernhof
2015 21. Pillen, Pendel und Patienten
2016 22. Opa rebelliert im Pflegeheim
2017 23. Die spukende Erbschaft
2018 24. Der verschwundene Eber

THEATER?

THEATER GIBT’S AUF DARA WALT SCHO GENUG, DA WIRT A GSCHISS
GEMACHT , WENN ENNER VON DAM ENGLISCHE KÖNIGSCLAN HEIERT, ODER
SO A KRONPRINZ DAS ELEKTRISCHE LICHT VON DARA WALT ERBLICKT.

Nee des is mit Theater in Winterhausa nit gemeint.

In Winterhausa is Theater TRADITION!

Und des is nicht so efach daher gsacht, scho unner früheri Generationa hömm Theater gemacht, ja des wissa vielleicht nur noch die Uralti, die halt, von denna mer immer behaupt, die hätta es efacher ghabt, früher halt beim Schenk. Später in der 70iger ham sich Einige a erdreist Theater zu macha, jetzt nimmer beim Schenk, sondern im Schützehaus, des war a Gfredd.
Ke Bühna, ke Licht, kenn Platz und um alles must mer sich selber kümmer.

Aber dann kam die Zukunft in Winterhausa o.
Es wurd a Prachtbau von der Gemee hiegstellt, aber leider hat der Architekt mehr an Kultur gedacht und es hät nit viel gfehlt und die hätta glatt die Bühna vergassa, a bissala sicht mehr des scho noch, halt a bissla ä Provisorium.

Weil Kultur und unner Theater, was hat den des scho gemeinsam.
Auf jeden Fall wurd, kaum dass der KCK gegründ war, sofort die Absicht in die Vorstandschaft getracha, Theater in Winterhausa zu macha, und da hats fei Widerstand von Einiga gaba, die höm Angst gehabt, dass mir des bissla Gald, des der Verein als Gründungszuschuss von der Gemee kriecht hat, also mir, die Theatergruppa, verprass wollta.

Trotzdem, die Theaterbegeisterta höm sich durchgesetzt und höm also 1995 das Stück „Ehekrach im Doppelhaus“ auf die Bühne gebracht.

Des war ein Erfolg!

Ölli in Winterhausa höm des guat gefunda und mir als Theatergruppa warn stolz auf uns. Denn jetzt hats a Bühna gawa, es hat Technik gawa, und es hat an Verein gawa, der jetzt dahinter gstanda is. Mer musst sich um Nichts mehr kümmer.

Die Bühna ist von am Trupp gebaut warn.
Und die macha des noch immer mit a bissla neue Verstärkung.

Das Bühnabild is gestaltet worn von unnerm Markus Westendorf. Und der macht des noch immer. Den Kartavorverkauf ham die Geldinstitute gemacht. Aber die macha des nimmer. Die Besucher sind in den folgen Jahra immer mehr worn. Und des macha die noch immer. Un mir Theatergruppa, also die Darsteller, da gibt’s welche, die macha des noch immer.

Aber da sin a viele Neui dazu komma, weil mer is in enner Gemeinschaft, welchi während der Proba viel Spass mitananner höm.

Weil bei uns nit der Einzelne zählt, sondern die Truppa und des is uns wichtig, denn das Stück wird gemeinsam ausgucht, die Regie wird gemeinsam erarbeitet und es wird a gemeinsam gebibbert, wenn dann des Lampafieber steigt, vor dere ersta Aufführung.

Und wenn ihr des so lest, was hat also Kultur mit unnerm Theater in Wintehausa zu tun?

Kultur zwischa einzelna Persona, die versucha, was gemeinsam zu macha. Kultur zwischen einer Gruppa, welche versucha die Leuta aus nah und fern Vergnücha zu bereita und die Lachfalta im Gesicht zu strapazira.

Und is des nit das wichtigste in dara Walt:

die Kultur für ein gemeinsames miteinander

(vielen Dank Dir, Winfried Fischer, einem unserer
Büttenredner der ersten Stunde,
für diese schönen Worte)